Durch gestaffeltes Mähen von Teilflächen einer Wiese entsteht ein Mosaik unterschiedlicher Vegetationshöhen und -strukturen. Dies fördert gezielt die Pflanzenvielfalt, da früh gemähte Bereiche mehr Licht erhalten und spät gemähte Pflanzen versamen können. Das trägt langfristig zu stabilen Erträgen bei.
Ökologisch bietet diese Bewirtschaftung Kleintieren (Insekten, Bienen, Tagfalter) durchgängig Rückzugsorte und Nahrung. So steigen ihre Überlebenschancen und das Blütenangebot bleibt länger erhalten.
Diese gestaffelte Nutzung ist auf allen grossen Grünflächen sinnvoll, vor allem im extensiven Grünland. Empfohlen wird, mindestens ein Drittel der Fläche früh zu nutzen, den Rest frühestens vier Wochen später. Der zweite Schnitt erfolgt nach acht Wochen. Bei gleichmässigem Bestand kann die Nutzung alternieren (früh/spät im Jahreswechsel), um einer Artenverarmung vorzubeugen.
Zur gezielten Förderung der Pflanzenvielfalt sind nährstoffreiche Bereiche früher und häufiger zu nutzen, magere, artenreiche Flächen hingegen spät (nach Blüte und Samenreife). Bei seltenen Arten richtet sich der Schnittzeitpunkt nach deren Entwicklung.
Eine erfolgreiche Umsetzung erfordert gute Planung, flexible Logistik (wetterabhängig, Futtermanagement) und die Beachtung geltender Vorgaben zu Schnittzeitpunkten (DZV, Vernetzungsprojekte).
