Betriebsleitende können ihre geplanten Pflanzprojekte auf der Plattform www.heckentag.ch melden und freiwillige Helferinnen und Helfer suchen. Heckenpflanzungen benötigen viele helfende Hände. Interessierte können sich auf der Plattform für eine Pflanzaktion anmelden und beim Anlegen naturnaher und vielfältiger Hecken mithelfen.
Heckenpflanzung
Die Neuanlage von Hecken als wertvolles Strukturelement in der Kulturlandschaft erfordert einiges an Planung. Da sie geschützte Objekte sind, muss der Standort, sowie die gewünschte Funktion gut überlegt sein. Soll die Hecke den Wind bremsen auf einer ausgesetzten Ebene? Dient sie als Abdriftschutz zwischen zwei Parzellenschlägen? Soll sie einen Hang vor Erosion schützen, Schatten spenden oder als Nützlingsreservoir fundieren?
Das Erstellen eines Pflanzplans, der die Lichtbedürfnisse der verschiedenen Sträucher berücksichtig, sowie das Bestellen des Pflanzmaterials sind weitere wichtige Schritte. Bei der Gehölzauswahl werden die Standorteigenschaften berücksichtigt und regionaltypisches Pflanzmaterial ausgesucht. Auf nährstoffreichen Böden ist die Pflanzung von Arten, die zu Wurzelbrut neigen, wie Schwarzdorn, Hartriegel oder Sanddorn, nicht empfohlen. Wildrosen, wovon es 30 einheimische Arten gibt, stellen eine wertvolle Alternative dar. Einen Anteil dorntragender Sträucher von 20%, sowie eine Vielfalt an Arten sind für Vögel und Insekten besonders wertvoll.
Die Hecke wird in drei Reihen gepflanzt mit einem Meter Abstand zwischen den Sträuchern und in Gruppen von vier bis acht Exemplaren derselben Art. Das Ausmähen der jungen Sträucher ist nicht empfohlen, das Gras sollte besser heruntergetrampelt werden. Einen drei bis sechs Meter breiter Krautsaum ergänzt den wertvollen Lebensraum mit Blüten- und Nahrungsangebot und dient gleichzeitig als Pufferzone.
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